Wölfe und Weidetiere


Sehr geehrte Damen und Herren,

 

hiermit möchte ich Ihnen aufzeigen wo die Probleme mit Wölfen und der Weidetierhaltung (Schafhaltung) bestehen.

 

Jeder Wolfsriss wird entschädigt, so sollte das sein. Nur ist diese Entschädigung freiwillig.

 

Da gibt es ein totes Tier oder mehr Tiere, der Wolfsbeauftragte stellt dann den Wolfsriss fest, und die Tiere werden ersetzt. So stellt sich die Sachlage für den unbedarften Betrachter dar. Für den Betroffenen sieht das Ganze jedoch ganz anders aus.

 

Folgeschäden sind manchmal wesentlich höher wie unmittelbar sichtbare Schäden, Folgekosten sind oft sehr schwer zu beziffern, und extrem schwer nachzuweisen.

 

Nach einem Wolfsübergriff ist die Herde hinterher mehr oder weniger lange traumatisiert. Bei jeder Kleinigkeit erschrecken sie und haben panische Angst.

In der darauffolgenden Zeit kann es passieren, dass sie des Nachts öfters ausbrechen, weil sie bei jedem Geräusch denken, jetzt kommen die Wölfe wieder und in Panik geraten. Wie lässt sich das nachweisen? Werden die Schäden dann auch ersetzt? Wie das, wenn Sie auf fremde Flächen laufen, wer bezahlt den Schaden? Wie ist das, wenn sie dabei nachts auf eine Straße oder Bahnstrecke gelangen? Werden dabei nicht auch Menschenleben gefährdet?

 

Tagsüber beim Hüten, erschrecken sie, laufen unruhig hin und her, sind immer auf der Hut. Sind säugende Mutterschafe dabei, lässt die Milchleistung nach, die Lämmer sind weniger gut versorgt, wachsen langsamer und sind krankheitsanfälliger. Das sieht man oft erst Wochen später. Wird das dann noch anerkannt? Wie lässt sich das beziffern?

 

Einfacher ist das bei größeren Lämmern, wenn die Tageszunahmen fehlen. Wenn z.B. 200 Lämmer 100 Gramm weniger Tageszunahmen haben, sind das nach drei Wochen 400 Kilogramm, die fehlen. Bei 2.50 € das Kilogramm ist man schnell mal bei 1000.-€.

 

Sehr schlecht nachzuweisen ist auch, wenn die Mutterschafe als Folge von Stress in der Frühträchtigkeit verwerfen, oder erst gar nicht in die Brunst kommen. Wie werden 100 nicht geborene Lämmer entschädigt?  Die Unkosten und die Arbeitszeit für das Mutterschaf sind ja trotzdem da. Ein Mutterschaf ein Jahr lang zu halten kostet mindestens 80.-€.

 

Fachgerechte Schutzzäune gegen Wölfe gibt es in Deutschland nur in Wolfsgehegen. Derartige Einzäunungen will niemand in der Landschaft haben und die Gesellschaft will sie auch nicht finanzieren. Es gibt Gegenden, in denen Einzäunungen gar nicht möglich sind wie im Gebirge und an Deichen. Das Freimähen, der untersten stromführenden Litze feststehenden Zäunen muss in der Vegetationszeit alle 7-10 Tage erfolgen.

 

Die großflächige Umzäunung offener Weidegebiete, wie z.B. die Marschen mit Draht- und Litzenzäunen jenseits der 1,00 m ist für die geschützte Vogelwelt, den Tourismus und die Wildtiere nicht verträglich. Flexizäune, die sich in der Hütehaltung bislang bewährt haben, sind nicht flächendeckend in Höhen von 1,20 einsetzbar: Stürme, Schnee rütteln in wenigen Minuten die Trittpfosten aus dem Boden. Außerdem hat Wolfsfell hat je nach Länge und dichte Strom isolierende Eigenschaften.

 

Eine andere Möglichkeit der Vorsorge sind die Herdenschutzhunde.

 

Aber Herdenschutzhunde, sie sind wie fremde Wesen. Sie reagieren auch ganz anders. Tiere, die Wölfe abwehren, müssen auch selbständige Entscheidungen treffen, sie haben nicht den üblichen Gehorsam eines Haus- oder Hütehundes. Kann mich dann auf der Weide dann noch jemand besuchen, oder wird er gleich vom Schutzhund angegriffen? Wird Nachbars Haushund als Vorspeise verzehrt, wenn er mal zu nahekommt, und übrig bleibt dann nur noch sein Halsband? 

 

Wie ist das mit der Integration „neuer“ Schafe in die Herde? Also Schafe, die gelammt haben und jetzt mit den neuen Lämmern zur Herde sollen, oder einfach nur die Böcke zur Deckzeit. Wie aufwändig ist das, bis der Herdenschutzhund sie als Freunde akzeptiert?

 

Und die Kosten? Ein Herdenschutzhund kostet ca. 2500.-€ im Jahr mit Unterhalt, Versicherung und Tierarzt.

 

Diese Hirtenhunde, gezüchtet in den Pyrenäen und den Karpaten haben auch ganz andere Vorstellungen von ihrem Revier, das es zu verteidigen gibt. Was in abgelegenen Regionen gut funktioniert, kann nicht ohne weiteres auf das klein strukturierte, dicht besiedelte Deutschland übertragen werden. Tagsüber könnte ich die Hunde dann auf keinen Fall zum Hüten mitnehmen. Auch die nächste Straße und den nächsten Jogger würde er in sein Revier miteinbeziehen, mit den entsprechenden Folgen.

 

Die EU gibt viel Geld aus zur Förderung des Tourismus im ländlichen Raum. Der Tourismus hier in Deutschland wirbt nicht mit einer Biogasanlage in riesigen Maisfeldern, sondern mit einer Schafherde in einer intakten Landschaft. Die schönsten, abwechslungsreichsten und artenreichsten Landschaften werden durch Schafherden gepflegt. Will man Schafe und Ziegen langfristig flächendeckend erhalten, müssen sie besonders geschützt werden, sonst kann man sie in Zukunft nur noch auf wenigen exponierten Standorten oder im Zoo sehen.

 

Oder müssen sie erst aussterben, dass man sie mit großem Aufwand wieder ansiedelt und sie zu den am bestgeschützten Arten zählen dürfen? Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft in Deutschland nur funktionieren, wenn die Bestände des Wolfes reguliert und seiner unbeschränkten Ausbreitung in Deutschland Grenzen gesetzt werden.

 



„Fakten über Wölfe“


Echte Fakten über Wölfe“ widmet sich der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, die – von Medien und der öffentlichen Meinung begrüßt und verklärt – die Weidetierhalter und Landbevölkerung vor immer größere Probleme stellt.

 

Kurz vor der Jahrtausendwende kehrte der Wolf jedoch nach Deutschland zurück – allerdings unter neuen Prämissen. Wölfe stehen nun unter Naturschutz und genießen als „besonders geschützte Art“ sogar den höchsten Schutzstatus nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Wer Wölfe abwehrt und dabei verletzt oder tötet, dem drohen hohe Geldbußen oder bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug.

 

Seit 1998 das erste Wolfsexemplar in der Lausitz gesichtet wurde, hat sich ihre Zahl rasant vermehrt. Auf über tausend Wölfe ist der Wolfsbestand inzwischen angewachsen, der vor allem in Ost- und Norddeutschland „zuhause“ ist. Mit weitreichenden und teils dramatischen Folgen für die Menschen, die im ländlichen Raum leben. Betroffen sind insbesondere Weidetierhalter, die einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaften leisten: Sie erleiden herbe wirtschaftliche Verluste.

 

Tierschützer und politisch Verantwortliche verweisen gern darauf, dass der Wolf scheu sei und keine Gefahr darstelle. Weidetierhalter und die Landbevölkerung machen andere Erfahrungen: „Wölfe sind nicht scheu. Sie kommen bei Tag und bei Nacht – das ist traurige Realität“

 

„Selbst in Gegenwart von Schutzhunden greifen Wölfe an. Noch beunruhigender ist, dass die Anwesenheit von Menschen sie nicht mehr abschreckt. Wölfe haben ‚gelernt‘, dass sie privilegiert sind und ihre Attacken folgenlos bleiben.“

 

Mit ihrer tiefgründigen und facettenreichen Dokumentation „Echte Fakten über Wölfe“ hat sich die FDS UG zum Ziel gesetzt, für Aufklärung zu sorgen: Der Verklärung setzen sie „erlebte“ Fakten entgegen – und die Einschätzung von Wolfsexperten.





Für Irritationen sorgt immer wieder das Ergebnis einer viel zitierten Studie aus der Lausitz. Dort wurde Wolfslosung mikroskopisch auf seine Bestandteile untersucht. Dabei wurde abgeleitet, dass nur ca. 1% der aufgenommenen Wolfsnahrung aus Weidetieren besteht. Leider liefert die Angabe von Zahlen, womöglich bis auf die Kommastelle genau, häufig den Anschein von hoher Präzision - und hält uns davon ab, nach den Randbedingungen zu fragen, unter denen das Ergebnis zustande gekommen ist. So auch hier: Zum einen ist zu bedenken, dass der Schwerpunkt der Studie in der frühen Wiederbesiedlung liegt. Die Wolfsreviere liegen in Sachsen meistens auf Truppenübungsplätzen oder Braunkohletagebaugebieten. Dort leben keine Weidetiere. Zum anderen vernachlässigt die Kotuntersuchung das von Tierhaltern gefürchtete „Surplus-Killing“, also das Töten im Übermaß, wobei nur ein kleiner Teil der Opfer gefressen wird. Ähnlich dem Fuchs im Hühnerstall, kommt es immer wieder vor, dass bei einem einzigen Wolfsangriff fünf, zehn oder gar 50 Weidetiere angefallen und getötet oder verletzt werden und nur eines davon angefressen wird. In freier Natur kann der größte Teil der Herde fliehen. Aber auf unseren hoch umzäunten Weiden wird ihnen hier ausgerechnet das, was als Schutz für unsere Tiere gedacht war zum Verhängnis. Solche Effekte werden beim Heranziehen von Kotuntersuchungen nicht berücksichtigt, sind aber für die Beurteilung des Ausmaßes an Schäden von größter Bedeutung. Aus anderen Ländern (Spanien, Portugal) weiß man, dort wo der Wildbestand von Natur aus nicht groß ist, Tiere wie Schafe, Ziegen, Rinder und besonders Kleinpferde mehr als 70 % des Beutespektrums ausmachen.

 


Bitte beachten Sie auch unsere Kooperation mit Heidjeriea (Callunaburg) mit den unten stehenden Links geht es zum Shop.

Dort können Sie hochwertige und attraktive  T-Schirts mit landwirtschaftlichen Aufdrucken bekommen:

https://www.heidjeria-shop.de/collections/schaefer-shirts    https://www.heidjeria-shop.de/collections/callunaburg

Von den verkauften T-Shirts gehen zur Unterstützung der Schäfer 20% an den Förderverein der deutschen Schafhaltung e.V.!
Hier zwei Beispiele: Ob Schaf ob Kuh - das Motiv bestimmst Du!  Für Lammprinzessinnen und Jungschäfer!




Bücher


Wir überlegen Sie auch mit entsprechender Fachliteratur zu versorgen. Sei es als Empfehlung oder auch als Kaufmöglichkeit. Geben Sie uns Feedback!

Infomaterial und Vorträge


 Bereits jetzt können Sie bei Bedarf für Ihre  Schule oder Ihren Verein und Verband Vorträge buchen! Senden Sie uns ihre Fragen und Anfrage!

Helfen?


Viele Weidetierhalter sind naturliebende Idealisten! Mit Wölfen kann ein solches Engagement schnell zu Ende sein. Wir brauchen ihre Hilfe! Auf www.wir-lieben-schafe.com können sie helfen!