Landbewohner und Weidetierhalter fordern von Politik wirksame Gefahrenabwehr

Nach Ansicht der Betroffenen droht die Situation bei weiterer Untätigkeit völlig aus dem Ruder zu laufen. Denn seit der Jahrtausendwende, als erstmals „zugewanderte“ Wölfe gesichtet wurden, ist deren Zahl auf eintausend in die Höhe geschnellt – mit dramatischen Folgen für die Weidetierhalter, die um ihre Existenzen bangen. Bei weiterer uneingeschränkter Vermehrung würde sich die Anzahl binnen fünf Jahren verfünffachen – ungeachtet dessen, dass es in einigen Regionen Deutschlands bereits jetzt die weltweit höchste Populationsdichte bei Wölfen gibt.

 

„Wolfs- und Weidetierschutz gehen nicht zusammen“

 

„Obwohl die Umweltministerkonferenz als zuständiges Fachgremium der Weidetierhaltung einen hohen Stellenwert einräumt, halten die Vertreter aus Bund und Ländern parallel an der Ausbreitung von gefährlichen Wolfsrudeln in menschlich geprägten Kulturlandschaften fest“, erklärt Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung und Organisator der Demonstration. „Es sind jedoch zwei Dinge, die einfach nicht zusammengehen. Alle Warnungen von international anerkannten Wolfsforschern werden dabei ignoriert.“

 

Zum Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere fordern die Schäfer ein effektives Wolfsmanagement: Um den Schaden bei den Weidetierhaltern zu begrenzen, müsse es Schutzjagden nach dem Vorbild Schwedens geben. Für Wölfe seien parallel geeignete Habitate auszuweisen, etwa Nationalparks und Naturschutzgebiete, in denen sie ungestört leben dürften. Die Alternative wäre eine zunehmende „Kasernierung“ der Landschaft durch immer massivere Wolfschutzzäune – was jedoch kaum den Vorstellungen und Wünschen der Bevölkerung entsprechen dürfte.

Demonstration gegen Wölfe: Landbewohner und Weidetierhalter fordern von Politik wirksame Gefahrenabwehr!

 

 Anlässlich der Umweltministerkonferenz – Anfang November in Bremen machen sich Landbewohner und Weidetierhalter aus ganz Deutschland auf den Weg in die Hansestadt. Grund sind die rasante Ausbreitung von Wölfen und die immensen Schäden, die damit einhergehen. Mit einer Demonstration vor dem Haus der Bürgerschaft (Am Mark 20) werden sie am 8. November, von 12 bis 15 Uhr, ihrer Forderung nach einer wirksameren Gefahrenabwehr Nachdruck verleihen. Maßnahmen, die sich allein gegen „auffällige Wölfe“ richten, reichten dafür nicht aus.

 

Entschließung des Bundesrates zum Umgang mit dem Wolf am 19.10.2018.

 Antrag der Länder Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen im Bundesrat!

 Der Antrag ist eine Katastrophe für alle Weidetierhalter!

 

Damit wird nun der Weidetierhaltung ihr Grab geschaufelt.

 

Unsere Politik wird seit 20 Jahren mit amtlichen Wolfslügen ferngesteuert. Neues Wolfswissen ist in der Politik leider sehr unbekannt.

 

Z.B.: Unter Punkt 5 spricht der Antrag von der ZEP Population - Das ist nun eine von der Politik faktische Anerkennung der ZEP, welche es real aber gar nicht gibt und nur dem "verrückten" Leitgedanken der Lupoinen entspringt, damit sie nicht arbeitslos werden. Prof. Pfannenstiel, Prof. Herzog und Polen haben es ja klipp und klar festgestellt, dass diese ZEP ein blanker Nonsens ist.

 Richtig ist, dass wir eine Eurasische-baltische Metapopulation mit nahezu 100.000 Wölfe haben, welche in keinster Weise gefährdet sind und damit richtigerweise überall in Anhang 5 stehen sollte, damit sie jagdlich gemanagt werden kann.

 

Diese ZEP, welche die Politik: Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg aber hiermit anerkennt, benötigt dann laut IUCN Brutto = 1000. adulte Tiere.  

Deren Gedanken weiterfolgend, würde das dann bedeuten:

 Wir haben gerade mal max. 1500 Wölfe Netto und Brutto sollen es nach BfN angeblich nur 150 Wölfe sein.

 

Würde Polen nun seine Bestandszahlen in dieser deutsch polnischen ZEP Idee mit hinzuzählen, dann rücken wir zwar eine Kommastelle weiter vor, aber das wäre immer noch fernab der von IUCNgeforderten Netto Bestandszahl von 1000 adulten Wölfen (Gesunder Erhaltungszustand).

 

Die Politische Forderung zum deutsch polnischen Gemeinschaftsmonitoring ist dann auch wieder ein neues Forschungsprojekt, mit weiterer Steuergeldverschwendung und ehe aus dieser Zweckgemeinschaft neue Erkenntnisse vorliegen, sind die jetzt schon verzweifelten Weidetierhalter, damit wieder viele Jahre untätig auf die Warteschleife gestellt.

 

Im Resümee betrachtet: Die Politik pfeift hier eine PRO Wolf Melodie! 

 Die echte Schäferei und Weidetierhaltung werden jedenfalls mit diesem Antrag zu Grabe getragen. 

 

Diese nun hiermit beantragten Herdenschutz Hund Kompetenzzentren werden dann natürlich auch unter Hoheit der Nabu Leute fallen. Die Weidetierhalter kommen hiermit, also vom Regen in die Traufe!

 

Fazit:

Aber die Wölfe sind schon jetzt hier in Deutschland nach unserer Einschätzung ein ERNSTHAFTS Problem. Sollten jedoch nicht bald Mittel und Wege gefunden werden, droht die Gefahr, dass viele Schäfer ihren Hirtenstab für immer in die Ecke stellen.

Ein Stück Kultur geht damit in Deutschland weiter verloren.

 

 

Neuer Lehrfilm: „Was wir über Wölfe wissen sollten“

 

Winsen (Luhe), 03.August2018. Dieser DVD-Videofilm wird bei Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen garantiert für rege Diskussionen sorgen: „Was wir über Wölfe wissen sollten“ widmet sich der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, die – von Medien und der öffentlichen Meinung begrüßt und verklärt – die Weidetierhalter vor immer größere Probleme stellt. Produzent des Films, in dem namhafte Wissenschaftler zu Wort kommen, ist die FDS UG. Die DVD ist im Buchhandel erhältlich – alternativ gibt es sie auch direkt beim Produzenten: http://www.weidetierhaltung-wolf.de/

 

Infolge eines jahrhundertewährenden Vernichtungsfeldzugs gegen das  gefährliche Großraubtier galt Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts als „wolfsfrei“. Kurz vor der Jahrtausendwende kehrte der Wolf jedoch nach Deutschland zurück – allerdings unter neuen Prämissen. Wölfe stehen nun unter Naturschutz und genießen als „besonders geschützte Art“ sogar den höchsten Schutzstatus nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Wer Wölfe abwehrt und dabei verletzt oder tötet, dem drohen hohe Geldbußen oder bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug.

 

„Scheuer Wolf“ – nichts weiter als eine Legende

 

Seit 1998 das erste Wolfsexemplar in der Lausitz gesichtet wurde, hat sich ihre Zahl rasant vermehrt. Auf über tausend Wölfe ist der Wolfsbestand inzwischen angewachsen, der vor allem in Ost- und Norddeutschland „zuhause“ ist. Mit weitreichenden und teils dramatischen Folgen für die Menschen, die im ländlichen Raum leben. Betroffen sind insbesondere Weidetierhalter, die einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaften leisten: Sie erleiden herbe wirtschaftliche Verluste, so dass viele von ihnen sogar um ihre Existenz bangen müssen.

 

Tierschützer und politisch Verantwortliche verweisen gern darauf, dass der Wolf scheu sei und keine Gefahr darstelle. Weidetierhalter machen andere Erfahrungen: „Wölfe sind nicht scheu. Sie kommen bei Tag und bei Nacht – das ist traurige Realität“, sagt etwa Wendelin Schmücker, ein Schäfer aus Winsen (Luhe). „Selbst in Gegenwart von Schutzhunden greifen Wölfe an. Noch beunruhigender ist, dass die Anwesenheit von Menschen sie nicht mehr abschreckt. Wölfe haben ‚gelernt‘, dass sie privilegiert sind und ihre Attacken folgenlos bleiben.“

 

Mit ihrer tiefgründigen und facettenreichen Dokumentation „Was wir über Wölfe wissen sollten“ haben sich die Schäfer zum Ziel gesetzt, für Aufklärung zu sorgen: Der Verklärung setzen sie „erlebte“ Fakten entgegen – und die Einschätzung von Wolfsexperten. DVD-Video Stereo, Format 16:9, PAL, Länge – eine Unterrichtsstunde: 45 Minuten. ISBN: 978-3-9819509-1-5.

 

Über die FDS UG

 

Die FDS UG, gegründet im Jahr 2017, produziert und vermarktet Artikel, die der Aufklärung der Öffentlichkeit über die Leistungen der Schafhaltung und der Schäferfamilien dienen. Teile ihrer Erlöse spendet die FDS UG dem Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. Dieser wiederum unterstützt Schäfer, die aufgrund von Wolfsattacken unverschuldet in finanzielle Not geraten sind.

 

Mit freundlichen Grüßen

Wendelin Schmücker

Geschäftsführer

 

 

 

 

 

Wolfsattacken: Schäfer sehen Bewaffnung als letzte Option – weil der Staat versagt

Winsen, 30. August 2018. Weil die Wolfsschäden an ihren Herden immer dramatischere Ausmaße annehmen, ließen die Berufsschäfer in Deutschland nichts unversucht, um die politischen Entscheidungsträger zur Abkehr von ihrer „Pro-Wolf-Haltung“ zu bewegen. Doch alle Gespräche, Memoranden und Aktionen erwiesen sich bisher als wirkungslos. In der Selbstbewaffnung sehen einige von ihnen nun die letzte Chance für einen effektiven Herdenschutz – einer davon ist Wendelin Schmücker, Schäfer aus Winsen an der Luhe in Niedersachsen.

 

„Wir fühlen uns vom Staat im Stich gelassen – viele weidewirtschaftliche Betriebe stehen inzwischen vor dem Aus“, erklärt Wendelin Schmücker. Beim Landkreis Harburg hat er beantragt, dass er eine Waffe erwerben, mit sich führen und gegen Wölfe einsetzen darf. „Ich bin nicht mehr bereit, tatenlos zuzuschauen. Nur durch den Einsatz von Waffen wird der Wolf lernen, dass Weidetiere unter menschlichem Schutz stehen – und dass es besser für ihn ist, Abstand zu halten.“

 

„Schafe leben in ständiger Angst“

 

Ein Problem bei den Wolfsattacken seien nicht nur die sichtbaren Schäden in Form von Wolfsriss: „Nach einem Wolfsübergriff ist eine Herde lange traumatisiert. Bei jeder Kleinigkeit schrecken die Tiere auf – sie haben panische Angst, und in der Nacht brechen sie nicht selten aus. Der Stress und die Unruhe führen zu weniger Lammgeburten und einer geringeren Gewichtszunahme. Hieraus resultiert im Wesentlichen die Existenzbedrohung für die Weidewirtschaft.“

 

Den formellen Waffenschein-Antrag wird Schmücker noch in dieser Woche stellen, und viele andere Schäfer könnten seinem Beispiel folgen. Schüsse sollen dabei in erster Linie Wölfe vergrämen, die sich den Weidetierbeständen bis auf wenige hundert Metern nähern. Nach wir vor sieht Schmücker jedoch den Staat in der Pflicht: „Die Planung und Organisation effizienter Vergrämungsmaßnahmen steht hier an erster Stelle – bis hin zur letalen Entnahme von Wölfen.“

 

Über Wendelin Schmücker

 

Wendelin Schmücker entstammt einer traditionsreichen Schäferfamilie, die seit drei Jahrhunderten die Schafzucht ausübt. Der Gesamttierbestand der Familie beträgt etwa tausend Schafe und Lämmer, die in Teilherden auf unterschiedlichen Weideflächen stehen. Schmücker ist darüber hinaus erster Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, über die Leistungen der Schafhaltung aufzuklären und in Not geratenen Schäfern zu helfen.